Pressemitteilung:

Kohlekraftwerk Weisweiler durch Blockade abgeschaltet

+++ Klimaaktivist*innen blockierten Kohlezufuhr zum Kraftwerk Weisweiler über 10 Stunden +++ Kraftwerksaktivität um 92% gedrosselt +++
Aktivist*innen sprechen von äußerst erfolgreicher Aktion +++

[ Weisweiler, 15.11.2017 ] Durch eine zehnstündige Blockade von rund 20 Klimaaktivist*innen des Bündnisses „WEshutdown“ mussten drei von vier Blöcken des Braunkohlekraftwerks Weisweiler runtergefahren werden. Mit der äußerst erfolgreichen Aktion wurde der Forderung nach einem sofortigen Kohleausstieg Nachdruck verliehen.

In mehreren Kleingruppen betraten die Aktivist*innen um 5 Uhr das Kraftwerksgelände. Sie seilten sich von einem Kohleverladebagger ab und ketteten sich an ein Dreibein an, das auf dem Kohleförderband befestigt wurde. Die Blockade wurde gegen 15 Uhr durch die Polizei beendet. Bei der Räumung des Dreibeins durch technisch nicht geschulte Polizist*innen wurden Aktivist*innen stark gefährdet. Derzeit befinden sich die Aktivist*innen in Gewahrsam in Aachen; Unterstützer*innen erwarten ihre Freilassung innerhalb der nächsten Stunden.

Durch die Blockade kam die Kohlezufuhr des Kraftwerks vollkommen zum Erliegen; die Leistung des Kraftwerks konnte um bis zu 92% gedrosselt werden. Anna Marau, die an der Aktion teilgenommen hatte, sagte dazu: „Obwohl das Kraftwerk Weisweiler heute fast stillstand, kam es zu keinen Engpässen im Stromnetz. Wir fordern deshalb, dass es nicht wieder ans Netz geht.“

Es sind die, die den Klimawandel am meisten befeuern, welche ihn am wenigsten spüren. Das sei eine Form von Herrschaft, die es zu beenden gilt, weswegen alle Kohlekraftwerke stillstehen müssen. Für WEshutdown-Aktivistin Sabine Berger bedeutet Klimagerechtigkeit daher, alle Herrschaftsformen zu überwinden: „Der Klimawandel verschärft bestehende Diskriminierungen wie Sexismus und Rassismus. Um ihn einzudämmen, muss unser Kampf für eine gerechte Welt sich gleichermaßen gegen diese Unterdrückungen wenden.“

„WEshutdown“ ist ein Bündnis aus verschiedenen Teilen der Klimabewegung, deren Stärke in ihrer Vielfalt und Solidarität liegt. „Heute haben wir gezeigt, dass wir bereits als kleine Gruppe Großes schaffen können.“, so Anna Maraus Fazit dieser besonderen Aktion.

Weiterführende Informationen für Journalist*innen:

Das Presseteam ist bis 20.00 Uhr unter +49 151 29887375, sowie zuckerimtank@riseup.net erreichbar.

Frei verwendbare Bilder und Videos aus der Aktion finden Sie unter https://www.flickr.com/photos/153594030@N02/.

Aktuelle Entwicklungen werden auf Twitter @zuckerimtank und unter dem Hashtag #WEshutdown kommuniziert.

u Aktionserklärung – WEshutdown-1.pdf

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